INTERVIEW : „Die Kompaktklasse verkauft sich in Berlin besser“

Herr Müller, wie viele Vorbestellungen für die A-Klasse haben Sie?

Die Nachfrage in Berlin ist erfreulich. Wir haben Vorbestellungen im deutlich dreistelligen Bereich. Konzernweit sind es 55 000.

Wie viele A-Klassen wollen Sie im laufenden Jahr und 2013 verkaufen?

Wir wollen pro Jahr etwa 3000 Fahrzeuge der neuen A-Klasse in Berlin ausliefern. Das sind 1000 mehr als bisher, also ein großes Stück vom Berliner Kompaktklassemarkt mit insgesamt rund 18 000 Neuzulassungen pro Jahr. Auch für das vierte Quartal sind wir sehr ehrgeizig.

Ist Berlin so wichtig für dieses Fahrzeugsegment?

In Berlin, wo das durchschnittliche verfügbare Einkommen je Einwohner rund 6000 Euro unter dem Schnitt der anderen deutschen Metropolen liegt, verkauft sich die Kompaktklasse naturgemäß besser. Trotzdem sind wir auch in der Ober- und Luxusklasse Marktführer in Berlin.

Bis Ende 2013 soll der Absatz von Mercedes-Neuwagen in Berlin um 20 Prozent gesteigert werden. Daimler investiert in ein großes Airportcenter. Macht die spätere BER-Eröffnung Ihnen einen Strich durch die Rechnung?

Ja. Das schmerzt auch uns und kostet viel Geld. Wir müssen das an anderer Stelle kompensieren. Und wir erwarten eine Entschädigung von der Flughafengesellschaft – in welcher Form auch immer. Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und in Europa aber so bleiben, werden wir unser Absatzziel in Berlin trotzdem erreichen.

Das Interview führte H. Mortsiefer

Walter Müller ist Leiter der Berliner Niederlassung von Mercedes mit 1430 Mitarbeitern. 2011 verkaufte er 10 964 Neuwagen und 10 260 Gebrauchte.

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