Wirtschaft : Investitionen für die Expo belasten die Hannover-Messe

HANNOVER (dpa).Die Deutsche Messe AG, Hannover, muß nach einem Ausnahmejahr 1997 mit Rekordumsatz und -gewinn in diesem Jahr ihr bislang größtes Investitionsprogramm bewältigen.Grund sind die Neu- und Umbauten vor der Weltausstellung Expo 2000.Im Jahr 1998 muß die Messe AG im Rahmen des schon mehrere Jahre laufenden Mammutprogramms mit rund 390 Mill.DM den dicksten Brocken des Projekts finanzieren.Wegen der dünnen Eigenkapitaldecke muß die Messe AG davon 320 Mill.DM über Kredite fremdfinanzieren.

Die Messegesellschaft hat 1997 die besten Ergebnisse ihrer 50jährigen Geschichte erzielt.Der Umsatz stieg um fast 20 Prozent auf 484,3 (1996: 405,2) Mill.DM, der Jahresüberschuß verfünffachte sich von 7,7 auf 36,6 Mill.DM.Der weltgrößte Messeplatz habe damit seine internationale Führungsposition gefestigt, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus E.Goehrmann in Hannover.Die Zahl der Besucher lag wie im Vorjahr bei 2,5 Millionen, wobei allerdings der Anteil aus dem Ausland von 260 000 auf 350 000 gestiegen ist.

Nach dem Jahr 2000 soll zusammen mit den Messegesellschaften München und Düsseldorf das Messegelände im chinesischen Schanghai in Betrieb gehen, kündigte Vorstandsmitglied Hubert-H.Lange an.Der Jahresgewinn dürfte aufgrund der Zinsbelastungen wieder deutlich fallen und bei acht bis zwölf Mill.DM liegen.Das über mehrere Jahre verteilte Investitionsprogramm für die Expo beläuft sich auf insgesamt 1,5 Mrd.DM, von denen bereits zwei Drittel umgesetzt sind.Bis zur CeBIT 99 soll der Großteil der Baumaßnahmen an Hallen, Verwaltungsgebäude und Parkplätzen abgeschlossen sein.Gegenwärtig arbeiten auf dem Messegelände auf den 20 Großbaustellen bis zu 1000 Bauarbeiter.

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