Wirtschaft : Investitionsbank Berlin soll expandieren

BERLIN (jhw).Berlins Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) will die Investitionsbank Berlin ausbauen.Das sieht ein Konzept vor, das er am Freitag in Berlin vorstellte.Bisher habe das Land eine Vielzahl von Institutionen aufgebaut, um sogenannte Strukturaufgaben - Wirtschaftsförderung, Wohnungsbauförderung, Immobilien-Management - wahrzunehmen.Diese haben ihre Ziele offenbar verfehlt: "Zur Steigerung von Effizienz und Effektivität sowie zur Intensivierung der Synergieeffekte sind andere Organisationsformen denkbar."

Die Zusammenfassung aller sogenannten Strukturgesellschaften unter dem Dach der Investitionsbank Berlin (IBB) sei eine denkbare Gesamtkonstruktion.Damit könne Berlin "die politische Steuerung der Aufgabenbereiche optimieren und administrative Kosten zu senken".Im Gespräch ist ein zweistelliger Millionenbetrag.Der Senator schätzt, sein Konzept sei bis Mitte kommenden Jahres umsetzbar.Er wies indes darauf hin, daß seine Ideen auf Widerstand treffen dürften, schließlich drohe manchem der Verlust von "Macht und Funktionen".

In der Wirtschaftsförderung - mit diesem Instrument will Berlin Investoren in die Stadt locken - soll die IBB neben bestehenden Aktivitäten künftig zusätzliche Aufgaben übernehmen.So soll sie dem Plan zufolge Gesellschafter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft werden.Darin sieht Branoner eine erste Etappe auf dem Weg hin zum Berlin Investment Center (BIC).Er zeigte sich optimistisch, daß das BIC als einzige Anlaufstelle für potentielle Berlin-Investoren noch im kommenden Jahr an den Start gehen könne.Bis in den Februar würde ein Fahrplan erstellt, zudem würden die Anforderungen an die neue Stelle formuliert.Berlin wäre die erste Stadt mit einer derartigen Einrichtung, die alle für ein Unternehmen notwendigen Informationen bereitstellen soll.Als Vorbild dient ein Investitions-Zentrum in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, das die Konzernmutter von Bewag-Aktionär Southern Energy, Southern Company, betreibt.Auch in Berlin sollen sich - zumindest teilweise - private Träger beteiligen.Branoner gab an, bislang habe er mit vier Unternehmen in dieser Angelegenheit gesprochen - bislang ohne Ergebnis.Unterdessen übernahm Southern die Aufgaben der Wirtschaftsförderung Berlins in den USA.Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Hans Estermann, und Tom Allen, Leiter der Wirtschaftsförderung von Southern, haben nach Angaben Branoners den Vertrag unterschrieben.

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