Wirtschaft : Investitionsbank spielt stärkere Förder-Rolle

Landesprogramme werden bei der IBB gebündelt

BERLIN (dr).Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat weitere Verantwortung auf dem Gebiet der Wirtschaftsförderung in Berlin übernommen.Von Anfang August an wird die IBB auch für das FuE-Mittelstandsförderungs-Programm, das Medientechnologie-Programm, das Landesprogramm Information- und Kommunikationstechnologie, das Personaltransfer-Programm und das Programm zur Förderung der industriellen Technologieentwicklung verantwortlich sein, erläuterte am Dienstag Bernd-Peter Morgenroth, im Vorstand der Landesbank Berlin zuständig für die IBB, vor der Presse.Das Volumen der fünf Programme belaufe sich auf zusammen rund 60 Mill.DM.Der Ausbau der Investitionsbank Berlin zur Landesstrukturbank werde damit zügig umgesetzt, so Wirtschafts-Staatssekretär Wolfgang Branoner.Mit der Übertragung der Programme erweitere die IBB ihr Profil auf dem Gebiet der Wirtschaftsförderung beträchtlich. Die FuE-Mittelstandsförderung sieht Zuschüsse in Höhe von maximal 400 000 DM auf Kosten vor, die im Rahmen der Vorbereitung beziehungsweise Durchführung von Vorhaben von Forschung und Entwicklung entstehen.Begrenzt ist diese Hilfe auf Betriebe die höchstens 250 Mitarbeiter beschäftigen beziehungsweise 40 Mill.DM Umsatz erzielen.Im Rahmen des Medientechnologie-Programms gibt es Zuschüsse von 55 (im Westteil 40) Prozent der zuwendungsfähigen Kosten für Projekte, die der technologischen Entwicklung beziehungsweise der Einführung der digitalen Technik im Medienbereich dienen. Beim Landesprogramm Informations- und Kommunikationstechnologie gibt es Zuschüsse von maximal 50 Prozent der Kosten für Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Berliner Klein- und Mittelbetrieben der Sparte Informations- und Kommunikationstechnologie.Das Personaltransfer-Programm sieht Zuschüsse von bis zu 24 000 DM je Arbeitsplatz bei bis zu zwei Innovationsassistenten vor.Für weitere zwei Innovationsassistenten gibt es Zuschüsse von 15 000 DM.Beim Programm zur Förderung der industriellen Technologieentwicklung schließlich gibt es Zuschüsse von maximal 60 Prozent der förderfähigen Kosten für Kooperations- und Verbundprojekte zwischen Wissenschafts- und Wirtschaftspartnern. Durch die Neuzuordnung soll insbesondere Klein- und Mittelbetrieben der Zugang zu Fördermitteln vereinfacht werden, die Übersicht über die Fördermöglichkeiten durchsichtiger sowie die "Vergabe aus einer Hand" ermöglicht werden.Ziel sei es, so Branoner, Berliner Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Laut Morgenroth verdient die Bank an der Dienstleistung nichts.Man werde bis zu fünf Mitarbeiter der Wirtschaftsverwaltung übernehmen, wolle aber mit den bisherigen Fachprojektträgern weiter zusammenarbeiten und bekomme nur den Aufwand ersetzt. Bereits seit 1993 werden von der IBB auch die Mittel im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" vergeben.Im vergangenen Jahr wurden knapp 304 Mill.DM zugesagt, die im Laufe der Jahre abfließen.

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