Investoren : Siemens will ausländische Staatsfonds an Bord nehmen

Die Angst vor einer feindlichen Übernahme geht um bei Siemens. Der Münchner Elektronik-Konzern setzt darum angesichts des Kursverfalls seiner Aktien auch auf den Einstieg ausländischer Staatsfonds.

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Bevor die Heuschrecken kommen: Siemens will sich gegen eine Übernahme absichern. -Foto: dpa

LondonDas Unternehmen sei derzeit in Gesprächen mit mehreren Investoren aus verschiedenen Regionen der Welt, sagte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser der "Financial Times" vom Donnerstag. Siemens begrüße eine aktive Beteiligung solcher Fonds. "Wir sind gegenüber jedem, der als Investor zu uns kommen will, sehr aufgeschlossen", sagte Kaeser.

Durch den Kursverfall der Siemens-Aktien seit Ende vergangenen Jahres ist die Wahrscheinlichkeit für einen Einstieg sogenannter Hedgefonds oder gar eine feindliche Übernahme des Traditionsunternehmens gewachsen. Notierten die Siemens-Papiere im Dezember noch knapp unter 160 Euro, werden die Aktien an der Frankfurter Börse derzeit für rund 108 Euro gehandelt. Siemens ist wegen des Kursverfalls der Papiere derzeit auf der Suche nach langfristig orientierten Investoren. In der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung einen Entwurf zur Reform des Außenwirtschaftsgesetzes verabschiedet, der eine schärfere Kontrolle ausländischer Unternehmer und Finanziers bei Investitionen in Deutschland vorsieht. (imo/AFP)

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