Wirtschaft : Investoren wollen Risikoteilung bei der Bankgesellschaft Kritik am gegenwärtigen Management wächst

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Berlin (fmd/HB). Das Konsortium BGB Capital Partners ist im Fall des Zuschlags bereit, bei der Bankgesellschaft Berlin eine Kapitalerhöhung von 400 bis 500 Millionen Euro vorzunehmen. Das erfuhr das Handelsblatt aus dem Umfeld der Investoren. Gleichzeitig halten die USInvestoren Christopher Flowers und David Bonderman daran fest, angesichts ungewisser Risiken im Kreditportfolio des Instituts mit dem Land Berlin eine Risikoteilung zu vereinbaren. Das Land hält knapp 81 Prozent der Anteile. Der Berliner Finanzwissenschaftler Markus C. Kerber warnt jedoch: „Ich bin kategorisch für eine Privatisierung“, sagte Kerber gegenüber dem Handelsblatt. „Wenn die Bankgesellschaft privatisiert wird, verliert der öffentliche Bereich einen Kreditgeber, den man immer anpumpen kann.“ Er sei jedoch gegen eine Trennung von Eigentümerschaft und Risikoträgerschaft. Eine Risikoteilung sei für jemanden in dem Moment ein Vabanquespiel, in dem er bei Realisierung dieser Risiken keinen Einfluss auf die Geschäftspolitik mehr habe. Die Alternative zu einer Privatisierung ist für Kerber das „Prinzip Hoffnung“. Hoffen, dass es Vorstandschef Hans-Jörg Vetter schon richte. Diese Option sei mit nicht abzuschätzenden Risiken behaftet. Die US-Investoren ihrerseits bemängeln, dass das Restrukturierungskonzept vom gegenwärtigen Management nicht schnell genug umgesetzt werde. Auch von der Zusammenführung der Marken wie Berliner Bank und Sparkasse sei noch nicht viel zu bemerken.

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