Wirtschaft : Investoren wollen Wasser-Tochter von RWE

Aktienkurs steigt kräftig / Börsengang bleibt Option

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Düsseldorf – Spekulationen über ein reges Interesse an der zum Verkauf stehenden Wassersparte haben den Aktienkurs von RWE am Montag auf einen Rekordwert getrieben. Der Kurs kletterte um 3,26 Prozent auf 65,20 Euro, den bisher höchsten Stand.

Britische Zeitungen hatten am Wochenende unter anderem über ein Interesse des Investors Guy Hands und seines Private-Equity-Unternehmens Terra Firma an der RWE-Tochter Thames Water berichtet. Laut „Sunday Times“ erwägt der Finanzinvestor ein Gebot über acht Milliarden Pfund (11,7 Milliarden Euro), sei dabei aber noch in einer sehr frühen Phase. Ein Sprecher von Terra Firma wollte sich dazu nicht äußern. Nach einem Bericht der Zeitung „The Business“ ist auch die australische Macquarie Bank an Thames Water interessiert. In der vergangenen Woche hatte bereits der spanische Baukonzern FCC sein Interesse signalisiert.

RWE hatte im November angekündigt, sich aus dem Wassergeschäft zurückzuziehen und auf das Geschäft mit Strom und Gas zu konzentrieren. Zum Verkauf stehen der britische Wasserversorger Thames Water und die US-Tochter American Water. RWE hatte Thames Water im Jahr 2000 für 7,1 Milliarden Euro gekauft und 2003 noch einmal 4,5 Milliarden Euro in den Kauf von American Water investiert.

Der Konzern begrüße das Interesse von langfristig orientierten Investoren. Ein Sprecher von RWE wollte sich zu den Spekulationen allerdings nicht äußern. Er betonte zudem, dass sich der Konzern nach wie vor alle Optionen offen halte, so auch einen möglichen Börsengang der Wassersparte. RWE wolle wie geplant zunächst die Veräußerung von American Water auf den Weg bringen und danach erst den Verkauf von Thames Water einleiten. Beide Transaktionen sollen 2007 abgeschlossen werden. Für Finanzinvestoren wäre ein Einstieg durchaus reizvoll. Das Wassergeschäft lockt mit stabilen, kalkulierbaren Erträgen. juf (HB)

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