Wirtschaft : Irak soll Schulden zurückzahlen G-8-Staaten: Streckung denkbar

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Deauville (dpa). Die G8-Staaten werden dem Irak keine Schulden erlassen. Darin stimmten die Finanzminister nach Angaben des deutschen Ressortchefs Hans Eichel (SPD) am Samstag bei ihrem Treffen im französischen Deauville überein. Zunächst sollen jetzt nach dem Ende des Krieges der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank die tatsächliche wirtschaftliche Lage in dem Land ausloten. Die im Pariser Club zusammengeschlossenen Geberländer würden mit Verhandlungen über eine Umschuldung erst beginnen, wenn es eine stabile Verwaltung gebe. Vorstellbar sei eine Streckung der Schulden, da der Irak derzeit nicht in der Lage sei, sie zu bedienen, sagte Eichel. Grundsätzlich sei der Irak wegen seiner Ölreserven ein potenziell reiches Land.

Die Schulden des Iraks im Ausland werden auf etwa 127 Milliarden Dollar geschätzt. Dabei ist Russland der größte Gläubiger. Das Ende des Irak-Krieges hat nach Einschätzung der G8 wesentliche Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte geschaffen. Dazu trage vor allem auch der zurückgehende Ölpreis bei, sagte Eichel. In einem solchen positiven Umfeld dürften sich auch die Finanzmärkte erholen. Die G7/G8 wollten alles tun, um wieder zu stabilen Finanzmärkten zu kommen, hieß es.

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