IT-Infratstruktur : Telekom legt Standorte zusammen

Auch Berlin, Potsdam und Cottbus: Die Deutsche Telekom will bundesweit die Zahl der Standorte in den Bereichen IT-Infrastruktur und Geschäftskundenvertrieb reduzieren.

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Betroffen sind auch die Dependancen in Berlin, Potsdam, Frankfurt an der Oder, Cottbus und Stahnsdorf, bestätigte Telekom-Sprecher Georg von Wagner am Montag. Den Beschäftigten würden an anderen Standorten Arbeitsverträge zu unveränderten Konditionen angeboten. Die Standortkonzentration sei mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit notwendig, da einige Strukturen noch aus der Zeit der Post stammten und veraltet seien. Einen Zeitplan gebe es noch nicht. Gewerkschaft und Betriebsräten seien Gespräche angeboten worden.

Insgesamt sind laut Telekom in Berlin und Brandenburg rund 150 Mitarbeiter betroffen. So sollen im Bereich Geschäftskunden 70 Beschäftigte der Standorte Cottbus, Frankfurt an der Oder und Potsdam künftig in Berlin arbeiten. Bei der Infrastruktur sei geplant, dass 58 Berliner Beschäftigte und 22 aus dem Land Brandenburg künftig in Leipzig Arbeitsplätze erhalten, sagte Wagner. Berlin bleibe mit mehr als 7000 Beschäftigten aber der zweitgrößte Telekom-Standort in Deutschland. In Brandenburg gebe es nach wie vor rund 2000 Telekom-Mitarbeiter. „Standortschließungen wird es nicht geben“, versicherte Wagner.

Bei Verdi stoßen die Pläne trotzdem auf heftige Kritik. Der Gewerkschaft zufolge will die Telekom bundesweit die Zahl der Standorte im IT-Bereich von 96 auf fünf konzentrieren. Im Geschäftskundenvertrieb soll die Zahl von 113 auf insgesamt neun sinken. Betroffen sind angeblich rund 5000 Telekom-Beschäftigte in Deutschland. „Wer die Entfernungen zur neuen Arbeitsstelle nicht zurücklegen kann, wird somit aus dem Unternehmen gedrängt“, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Mike Döding am Montag. Eine betriebliche Notwendigkeit für die Standortkonzentration sehe er nicht. „Es liegen keine belastbaren Zahlen vor, die die Maßnahme rechtfertigen könnten“, sagte Döding. Begründet werde der Schritt seitens der Telekom mit ähnlichen Tendenzen bei Wettbewerbern.

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