Wirtschaft : Italienische UMTS-Lizenz: Deutsche Telekom noch im Rennen

Die Deutsche Telekom hat den Kampf um eine UMTS-Lizenz im lukrativen italienischen Mobilfunkmarkt noch nicht aufgegeben. Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa verhandelt die Telekom mit der TU Tlc Utilities über eine Beteiligung an der UMTS-Bietergemeinschaft TU Mobile. Erst am Mittwochabend war TU Mobile als siebter Interessent für eine italienische UMTS-Lizenz in Erscheinung getreten. Das Konsortium um die Beratungsfirma Atitalia und Stadtwerke verhandelt nicht nur mit der Telekom, sondern auch mit der niederländischen KPN, der kanadische TIW und der australischen Onetel um eine Beteiligung.

Die Bewerbungsfrist für die UMTS-Lizenz läuft an diesem Donnerstag um 12.00 Uhr ab. Allerdings können die Bewerber danach noch Partner in ihre Konsortien aufnehmen. Um die fünf Lizenzen sollen sich zudem die vier Mobilfunkbetreiber TIM (Telecom Italia), Omnitel Pronto Italia (Vodafone AirTouch), Wind (France Tlcom) und Blu (British Telecom) sowie zwei Konsortien um die spanische Telefnica, die finnische Sonera und FIAT bewerben.

Branchenexperten schätzen die Gesamtkosten für die italienischen UMTS-Lizenzen auf 6000 Milliarden Lire (umgerechnet sechs Milliarden Mark). Das ist wesentlich weniger als in Deutschland (knapp 100 Milliarden Mark) oder Großbritannien (75 Milliarden Mark). Welche Preise bei der Versteigerung im Oktober tatsächlich erreicht werden, ist offen. Zusätzlich zu den Lizenzkosten rechnet Omnitel-Chef Vittorio Calao mit Investitionen bis 9000 Milliarden Lire. Bis zum 2. September will die Regierung entscheiden, wer zur Versteigerung zugelassen wird.

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