Wirtschaft : IVG stärkt Dienstleistungen

Immobilienbereich konsequent optimiert DÜSSELDORF (rtr).Der Immobilien- und Dienstleistungs-Konzern IVG Holding AG ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen und hat gut verdient.Umsatz und Gewinn seien um über 40 Prozent gesteigert worden, teilte Firmenchef Eckart John von Freyend am Montag in Düsseldorf mit.Dabei legten die Umsätze des Bonner Konzerns auf 782,2 (Vorjahr 543) Mill.DM und der Überschuß auf 62,2 (44,5) Mill.DM zu.Beim Gewinnanstieg spielten nach den Worten von Freyend Steueraspekte eine große Rolle.Maßgeblich für das Umsatzplus sei neben internem Wachstum die Einbeziehung der erworbenen Tankstellenspeditionen in die Konzernrechnung.Im Immobilienbereich sei das Portefeuille 1997 konsequent optimiert worden.Eingeschränkt nutzbare Immobilien seien veräußert und der Erlös in hochwertige Objekte reinvestiert worden.Aufgrund von Umschichtungen und damit verbundener Mietausfälle sei der Umsatz in diesem Bereich mit 172,8 Mill.DM (1996: 178,8 Mill.DM) relativ schwach ausgefallen.Das Unternehmen hat zum Jahresbeginn 1998 seine Aktivitäten neu strukturiert.Immobiliennahe und die auf die Logistik bezogene Dienstleitungen wurden in die jeweiligen Sparten integriert.In der Immobiliensparte will die IVG einen Schwerpunkt auf Auslandsengagements legen.Angestrebt wird ein Immobilienbestand von einem Drittel im Ausland.In der Logistik will der Konzern seine Transport- und Lagerdienstleistungen für die Gas- und Ölindustrie ausbauen.Intensiviert werden soll das Geschäft auch im Bereich Chemie.Trennen will sich der Konzern von den Reinigungs- und Gebäudedienstleistungen der IVG Kleesattel mit 1000 Beschäftigten.Dadurch werde die Mitarbeiterzahl wieder sinken.Durch Firmenübernahmen war die Zahl der Beschäftigten 1997 um über 1000 auf 3850 gewachsen.Zu Auswirkungen des Gewinnanstiegs auf die Dividende wollte von Freyend sich nicht konkret äußern.Er schloß aber eine neuerliche Erhöhung nicht aus.Seine Aussage vom letzten Frühjahr, jede Kontinuität müsse einmal ein Ende haben, sei falsch interpretiert worden.In der Berichterstattung sei damals der Eindruck erweckt worden, nach siebenmaliger Anhebung der Dividende könnten die Aktionäre dieses Jahr nicht mit einer höheren Ausschüttung rechnen.Für 1996 waren 1,50 (1,40) DM gezahlt worden.

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