Wirtschaft : IW: Gewerkschaften sind schlechte Arbeitgeber

-

(dpa). Die deutschen Gewerkschaften sind als Arbeitgeber nur wenig arbeitnehmerfreundlich. Zu diesem Ergebnis kommt laut „Bild am Sonntag“ eine unveröffentlichte Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). So verlange der Finanzchef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Gerd Herzberg, von seinen Angestellten, „auf zehn Prozent ihres Gehalts zu verzichten“. Im Gegenzug biete er „zehn Prozent mehr Freizeit“ an. Beim Deutschen Gewerkschaftsbund DGB hätten die Chefs ihren Mitarbeitern 1999 nach fünf Nullrunden in Folge 1,5 Prozent mehr Lohn angeboten. Zur selben Zeit habe die IG Metall ein Angebot der Arbeitgeber von 2,3 Prozent als „Lachnummer“ bezeichnet. Während DGBChef Michael Sommer Strafen für Betriebe mit einer Ausbildungsquote unter sechs Prozent fordere, liege diese Quote beim DGB bei nur 0,3 Prozent und bei Verdi bei 0,4 Prozent.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben