Wirtschaft : IWF-Direktor fährt nach Argentinien

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(dpa). Der Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Horst Köhler, hat am Montag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Beratungen über einen Ausweg aus der Schuldenkrise aufgenommen. Bei dem zweitägigen Besuch geht es Köhler um einen Eindruck aus erster Hand von der Realität des überschuldeten Landes und der politischen Strategie des neuen Präsidenten Néstor Kirchner. Die sozialdemokratische Regierung in Buenos Aires will Köhler davon überzeugen, dass Argentinien seine Schulden erst dann bezahlen kann, wenn sich die wirtschaftliche und soziale Lage entspannt hat und die Wirtschaft ausreichend wächst. Kirchner möchte Zeitungsberichten zufolge einen Zahlungsaufschub bei der Begleichung von Schulden bei den Internationalen Finanzorganisationen und einen Verzicht der privaten Gläubiger auf einen Großteil ihrer Forderungen. Argentinien soll dafür die nötigen Reformen durchsetzt, um Wachstum möglich zu machen.

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