Wirtschaft : IWF konnte keine Hinweise auf eine Veruntreuung finden

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat nach Angaben seines Geschäftsführenden Direktors Michel Camdessus keine Hinweise auf die missbräuchliche Verwendung eines IWF-Kredits an Russland und sieht daher keinen Grund, sein Kreditprogramm zu ändern. In Paris sagte Camdessus am Mittwoch, er habe sich noch keine abschließende Meinung darüber gebildet, ob Russland die zweite Tranche von 640 Millionen Dollar eines Kreditpakets über 4,5 Milliarden Dollar ausgezahlt werden solle. Er sehe aber keinen Grund, die Politik des IWF zu ändern, es sei denn, man fände Beweise für einen Betrug. Der im Juli vereinbarte Kreditrahmen über 4,5 Milliarden Dollar dient ausschließlich der Tilgung russischer Altschulden gegenüber dem Fonds. Die monetären Verhältnisse in der Euro-Zone bezeichnete Camdessus als "passend". Die Euroländer sähen den konjunkturellen Aufschwung zu Recht optimistisch.

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