Wirtschaft : Ixos geht an den Neuen Markt und an die Nasdaq

FRANKFURT (MAIN) (ro).Als erste deutsche AG geht der Münchener Software-Produzent Ixos gleichzeitig an den Neuen Markt der Frankfurter Börse und an die US-Technologie-Börse Nasdaq.Damit soll die internationale Ausrichtung des Unternehmens betont werden.In Deutschland kosten die Stück-Aktien zwischen 165 und 195 DM.Gezeichnet werden können die Papiere, die von einem Bankenkonsortium unter Leitung von Goldman Sachs angeboten werden, bis zum 5.Oktober.Der erste Handelstag ist voraussichtlich der 7.Oktober.Insgesamt werden 605 000 Aktien abgegeben.Ixos fließen dadurch zwischen 103 und 122 Mill.DM zu.Vor allem der Vertrieb und die Produktentwicklung sollen ausgebaut werden.

Ixos wurde vor zehn Jahren gegründet und befaßt sich mit Software für die Archivierung von Geschäftsdokumenten.Sie sollen dadurch jederzeit und überall für Mitarbeiter der jeweiligen Firmen sichtbar sein, wie Unternehmensgründer und Vorstandssprecher Eberhard Färber betont.Die Ixos- Software gilt als wichtige Ergänzung für das Betriebssystem SAP R3 des deutschen Softwareriesen.Nicht umsonst sind die Walldorfer seit 1993 mit 8,4 Prozent an Ixos beteiligt und werden diesen Anteil auch nach dem Börsengang halten.Durch diese enge Verknüpfung zählt Ixos bereits Namen wie Daimler-Benz, Sony, Lufthansa, Goodyear, Novartis, Hoechst oder General Electric zu seinen Kunden.Da zum anderen nach Angaben von Ixos-Mitbegründer Hans Strack-Zimmermann erst 3,3 Prozent aller weltweit installierten SAP-R 3-Systeme mit der Ixos-Software ausgestattet sind, ergeben sich hervorragende Wachstumschancen."Wir wachsen selbst dann, wenn SAP nicht wächst", versichert Strack-Zimmermann.Weltweit ist Ixos Marktführer in ihrem Bereich.Innerhalb von zehn Jahren ist Ixos auf ein Umsatzvolumen von 112 Mill.DM geklettert.Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 1997/98 gab es ein Plus von mehr als 60 Prozent.In der laufenden Periode soll sich der Umsatz verdoppeln.Der Jahresüberschuß erhöhte sich zuletzt von 1,4 auf 3,9 Mill.DM.Nach einem Gewinn von 1,30 DM pro Aktie erwarten die Analysten von Goldman Sachs für 1998/99 einen Gewinn pro Aktie von 2,96 DM.Nach dem Börsengang werden gut 16 Prozent der Aktien breit gestreut sein, knapp 51 Prozent liegen bei den Gründern und den rund 500 Mitarbeitern.

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