Wirtschaft : Jack White Productions - mit Schlagern gewachsen

Die Aktien der Jack White Productions AG (JWP) können vom 8. bis 10. September innerhalb einer Spanne von 9,50 bis 12 Euro gezeichnet werden. Am 13. September sollen die Aktien erstmals notiert werden. Konsortialführer ist die Gontard & Metallbank. Von den rund 1,6 Mill. Stückaktien im Nennwert von je einem Euro stammen rund 1,3 Mill. aus einer Kapitalerhöhung und etwa 300 000 von den Altaktionären Jack White und der Goldzack AG. Nach dem Börsengang beträgt das Grundkapital 6,4 Mill. Euro, wovon 25 Prozent in Streubesitz sein werden.

Die Musikproduktionsgesellschaft rechnet für 1999 mit einem Umsatzvolumen von 5,2 Mill. DM, nach 3,6 Mill. DM im Vorjahr. Bis 2003 soll sich das Geschäftsvolumen auf 18,9 Mill. DM erhöhen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werde im laufenden Jahr 1,6 Mill. DM betragen und bis 2003 auf 12,7 Mill. DM steigen. 1998 lag der Jahresüberschuss bei 751 000 DM. Mit dem Börsengang will JWP in eine neue Größenordnung aufsteigen. Die internationale Präsenz soll ausgebaut werden, etwa durch die Gründung eines eigenen US-Labels. Außerdem plant die im September 1998 gegründete Gesellschaft den Einstieg in benachbarte Bereiche des Musik- und Entertainmentgeschäfts. Kerngeschäft bleibe aber die Auswertung der Leistungsschutzrechte von Musikaufnahmen, sagte White. Die hat er als Musikproduzent von weltweit rund 500 Mill. Tonträgern in das Unternehmen eingebracht. White feierte unter anderem Erfolge mit Tony Marshall, David Hasselhoff und Roberto Blanco. Der Börsengang wird von einer Klage eines früheren Geschäftspartners überschattet. Dieser fordert die Herausgabe eines Aktienpakets in Millionenhöhe. Die JWP sieht darin jedoch keine Risiken für die Gesellschaft. Firmengründer Jack White habe sich verpflichtet, die Gesellschaft von sämtlichen Ansprüchen aus dem Rechtsstreit schadlos zu halten.

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