Wirtschaft : Jack White setzt auf Latino-Musik Berliner Produzent legt kräftig zu

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Berlin (dpa). Der Berliner Musikproduzent Jack White will im internationalen Geschäft stärker mitmischen und strebt langfristig ein Umsatzwachstum von zehn Prozent pro Jahr an. „Wir wollen einer der größten unabhängigen Musikrechteinhaber der Welt werden - das ist nach wie vor das oberste Ziel“, sagte Vorstandschef Jack White am Dienstag in Berlin. Dazu solle unter anderem der Bekanntheitsgrad in den USA weiter erhöht und die führende Position im Wachstumsmarkt „Latino Music“ ausgebaut werden.

Für das laufende Jahr rechnet die am Neuen Markt notierte Jack White Productions AG unverändert mit einem Konzerngewinn von „deutlich über einer Million Euro“ sowie einem zweistelligen prozentualen Umsatzzuwachs. Im ersten Quartal habe sich der Gewinn mit 243 000 Euro gegenüber dem Gewinn des gesamten Vorjahres von 44 000 Euro mehr als verfünffacht.

Die Jack White Productions AG hatte nach umfangreichen Lizenzkäufen bereits Ende April angekündigt, dass es für 2002 einen Umsatz- und Gewinnsprung erwartet. Kurz zuvor hatte der Musikproduzent mehr als 17 000 Lizenzrechte gekauft und dadurch den eigenen Bestand mehr als verdoppelt.

Jack White Productions verfügt mittlerweile nach eigenen Angaben über mehr als 31 000 Lizenzrechte. Erst im April seien 17 000 Rechte erworben. Mit der Auswertung des Rechtekatalogs sowie dem breiten Musikrepertoire werde das Unternehmen unabhängiger von Trends der Branche, die 2001 ein schwieriges Jahr verzeichnet habe.

Die Aktie des Musikproduzenten musste bis zum Handelsschluss leichte Verluste hinnehmen. Der Kurs fiel um 0,22 Prozent auf 4,55 Euro. Im Jahr 2001 hatte der Berliner Musikproduzent den Umsatz auf 29,8 Millionen Euro fast verachtfacht. Dabei wurde erstmals die Tochter Vidal Investment konsolidiert. Das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 4,3 Millionen auf plus 1,4 Millionen Euro.

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