Jackson-Erbe : Sony zahlt Millionen für toten Jackson

Im vergangenen Jahr starb Popstar Michael Jackson, doch seine Musik soll weiterleben. Vor allem aber soll sie sich weiter verkaufen. Das lässt sich Sony einiges kosten. Die Erben des "King of Pop" können das Geld gut gebrauchen.

Jackson
Michael Jackson -Foto: dpa

New York Ein dreiviertel Jahr nach dem Tod des Ausnahmekünstlers Michael Jackson könnte der Musiker auch mit einem Rekordplattenvertrag in die Popgeschichte eingehen. Jacksons Erben haben nach amerikanischen Medienberichten vom Dienstag ein Abkommen mit dem Unterhaltungskonzern Sony in Höhe von 200 Millionen Dollar (145 Millionen Euro) unterzeichnet. Durch Zusatzverdienste könne die Summe sogar auf 250 Millionen Dollar steigen. Allerdings sitzen die Erben auch auf einem gewaltigen Schuldenberg von mehreren Hundert Millionen Dollar, die der „King of Pop“ bei seinem Tod am 25. Juni vergangenen Jahres hinterlassen hat.

Der Vertrag sieht nach Angaben des „Wall Street Journal“ zehn Platten für die nächsten sieben Jahre vor. Auf ihnen sollen bekannte Stücke, zum Teil in neuer Fassung, aber auch bisher unveröffentlichte Songs zu hören sein. Zudem könne Sony Jacksons Musik anderweitig verwerten, etwa für Videospiele oder Werbefilme.

Der Rekordvertrag sei umso bemerkenswerter, schreibt das Blatt, weil wegen der sinkenden Verkaufszahlen nicht mehr so gewaltige Plattenverträge unterzeichnet werden wie noch vor zehn Jahren. Selbst Ende der 90er Jahre seien Verträge im zweistelligen Millionenbereich selten gewesen, im letzten Jahrzehnt seien aber die Verkaufszahlen um 52 Prozent eingebrochen. Seit Jacksons Tod habe Sony aber weltweit 31 Millionen seiner Platten verkauft. Das Unternehmen hofft nach dem Zeitungsbericht, bis zum Jahrestag des Todes 250 Millionen Dollar mit der Musik, Werbeartikeln und dem Film „This is it“ verdient zu haben.

Sony setze darauf, dass das Interesse an Jackson nicht nur ein Strohfeuer nach dem Tod des 50-Jährigen sei. „Wir sehen das als eine Partnerschaft“, zitiert das Blatt Musikchef Rob Stringer. Ein Album mit unveröffentlichten Stücken solle 2010 erscheinen, zudem sei eine DVD mit allen Musikvideos Jacksons geplant. (dpa)

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