Wirtschaft : Jahresüberschuss um ein Zehntel gesteigert - weniger Steuern

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Die Münchener Allianz AG eilt von Rekord zu Rekord. Nachdem schon 1999 neue Höchststände für Gewinn und Umsatz gebracht hat, seien auch 2000 weitere Steigerungen zu erwarten, teilte jetzt die weltgrößte Versicherung in München mit. Bereinigt um Sondereffekte sei der Jahresüberschuss im Vorjahr um ein Zehntel auf 4,3 Milliarden Mark gestiegen. Dabei konnte die Allianz im Umfang von gut einer halben Milliarde Mark von der Senkung der Körperschaftssteuer in Deutschland von 45 auf 40 Prozent profitieren. Bereinigt um diesen einmaligen Steuereffekt und andere Sondereinflüsse betrage der Jahresüberschuss nach vorläufigen Eckdaten für 1999 knapp vier Milliarden Mark. Die Dividene soll von 1,12 auf 1,25 Euro steigen.

Im laufenden Jahr soll das Nachsteuerergebnis auf dieser Basis erneut um ein Zehntel zulegen, falls Naturkatastrophen und Großschäden nicht für ungeahnte Belastungen sorgen. Genau das war 1999 der Fall, als allein die beiden in Mitteleuropa wütenden Stürme "Lothar" und "Martin" bei der Allianz nach eigenen Angaben einen Schaden von gut einer halben Milliarde Mark verursacht haben. Generell habe die Sparte Schaden- und Unfallversicherung unter einer Trendwende hin zu höheren Schadensquoten gelitten. Das gelte auch für Kfz-Policen.

Bereinigt um Konsolidierungseffekte sind die weltweiten Einnahmen aus Schaden- und Unfallversicherung bei der Allianz im Vorjahr um vier Prozent auf gut 68 Milliarden Mark gestiegen. Der Umsatz der Sparte Lebens- und Krankenversicherung nahm sogar um 15 Prozent auf gut 35 Milliarden Mark zu. Insgesamt sind die globalen Beitragseinnahmen der Allianz 1999 über Plan um 15 Prozent auf fast 104 Milliarden Mark gestiegen. Bereinigt um die Einbeziehung diverser Auslandstöchter haben die Konzernumsätze um fünf Prozent zugelegt. 2000 sollen die Erlöse allein durch internes Wachstum auf rund 109 Milliarden Mark wachsen. Durch die zumindest teilweise Einbeziehung des jüngst zugekauften US-Vermögensverwalters Pimco ergaben sich zusätzliche Konsolidierungseffekte. So konnte die Allianz im Kerngeschäftsfeld Vermögensverwaltung schon 1999 den Umfang der von ihr auf eigene Rechnung, aber auch für Dritte verwalteten Gelder von 671 auf rund 800 Milliarden Mark steigern. Pimco hatte zuletzt ein Volumen von weiteren gut 500 Milliarden Mark unter Verwaltung.

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