James Bond lebt : Hollywood-Studios MGM werden saniert

James Bond darf sich bald wieder auf die weltweite Jagd nach Bösewichten machen. Das New Yorker Insolvenzgericht hat grünes Licht für die Sanierung des Hollywood-Studios Metro- Goldwyn-Meyer (MGM) gegeben.

Hans-Peter Siebenhaar
Der Alte ist der Neue. Daniel Craig wird weiter James Bond spielen. F.: p-a/g90/ZUMA Pres
Der Alte ist der Neue. Daniel Craig wird weiter James Bond spielen. F.: p-a/g90/ZUMA PresFoto: picture-alliance / g90/ZUMA Pres

Düsseldorf - Nach diesem Plan verzichten die Gläubiger zum Abbau der Milliardenschulden auf alle Ansprüche gegenüber MGM. Dafür erhalten sie die Mehrheit am Kapital des Filmkonzerns. Gleichzeitig stellen die Investoren unter Führung der Investmentbank J.P. Morgan eine halbe Milliarde Dollar (380 Millionen Euro) für neue Filme bereit. Unter den neuen Eignern ist der Milliardär Carl Icahn, einer von neun designierten MGM-Direktoren. Außerdem sind Anchorage Capital, Highland Capital Management und Solus Alternative Asset Management an Bord.

Das neue Führungstandem Gary Barber und Roger Birnbaum, gleichzeitig Chefs von Spyglass Entertainment („Die Geisha“, „Bruce Allmächtig“), verkündeten bereits, dass das älteste Filmstudio Hollywoods bald wieder die Filmproduktion aufnehmen werde. Die Wiederauferstehung von „007“ ist beschlossene Sache. Nach eigenen Angaben wollen die beiden Geschäftsführer Carter und Birnbaum eine „neue Generation unvergesslicher Filme“ schaffen sowie „neue digitale Plattformen“ entwickeln. Das legendäre Filmstudio lasse „eine der schwierigsten Phasen seiner Geschichte“ hinter sich, sagten die Unternehmer. Jährlich sollen sechs große Kinofilme gedreht werden. Im Gegenzug sollen 80 der 400 Arbeitsplätze abgebaut werden. In Hollywood ist MGM eine Legende. Noch immer besitzt das Studio mit 4100 Kinostreifen („Rocky“, „Vom Winde verweht“, „Pink Panther“) und 10 000 TV-Produktionen die größte Filmbibliothek im Branchenmekka. Hans-Peter Siebenhaar (HB)

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