Wirtschaft : Japan produziert wieder

Autokonzerne beenden Zwangspause

Berlin - Der japanische Autokonzern Nissan nimmt nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan die heimische Produktion wieder auf. Dies sei für diesen Donnerstag geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntag. Auch bei Honda startet nach Unternehmensangaben der Großteil der Produktion vermutlich am Donnerstag. Toyota hatte angekündigt, die meisten seiner Werke Mitte der Woche wieder in Betrieb zu nehmen. Der Neustart der Teileproduktion ist für heute geplant.    

Wegen der Katastrophe hatten unzählige Unternehmen Schaden genommen und die Produktion eingestellt. Dennoch erwartet der weltgrößte Autobauer Toyota kaum Auswirkungen in Europa. „Nur bedingt“ werde es zu Engpässen kommen. Der Präsident von Toyota Deutschland, Toshiaki Yasuda, sagte der „Automobilwoche“, mehr als 90 Prozent der in Europa verwendeten Teile seien lokal produziert. „Für die restlichen Bauteile aus japanischer Produktion läuft die Fertigung am 21. März wieder an.“ Einen Ausblick wollte Yasuda nicht wagen: „Eine verlässliche Prognose lässt sich erst erstellen, wenn wir wissen, wie lange der Produktionsstopp dauert.“  

  Zuvor war bekannt geworden, dass bald die erste deutsche Autofabrik wegen Japan stillsteht: Bei Opel fallen am Montag und Dienstag im Werk Eisenach, wie berichtet, jeweils zwei Schichten aus. Die Opel-Mutter General Motors muss ein US-Werk für Pick-up-Trucks vorübergehend stilllegen.  Mit Vorhersagen zur weiteren Entwicklung halten sich die Autobauer zurück. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte, „welche Auswirkungen die Katastrophe in Japan mittelfristig auf die Weltwirtschaft hat, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren.“ Daimler hält seine Lkw-Produktion in Japan bis mindestens Dienstag an. dpa

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