Wirtschaft : Japans Regierungschef bekräftigt Reformwillen

NEW YORK (AFP).Japans Ministerpräsident Keizo Obuchi hat bei einem Treffen mit US-Präsident Bill Clinton seine Bereitschaft zu einer raschen Sanierung der kriselnden Wirtschaft des Landes bekräftigt, aber offenbar keine konkreten Zusagen gemacht.Er sei sich bewußt, daß Schritte zur Stärkung des japanischen Finanzsystems "sehr großen Einfluß auf den Rest der Welt" hätten, sagte der Regierungschef nach einem Gespräch mit Clinton in New York.Obuchi, der erst seit zwei Monaten im Amt ist, versprach, sein Bestes tun zu wollen.Clinton betonte dagegen erneut die Notwendigkeit zu schnellem Handeln.Die Wiederbelebung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sei der Schlüssel zur Überwindung der Asienkrise.

Zu der für Freitag erwarteten Abstimmung des japanischen Parlaments über die Bankenreform äußerte sich Obuchi zurückhaltend: Er sei "weder optimistisch noch pessimistisch", betonte er.Die Gesetzentwürfe sehen vor, öffentliche Gelder in Milliardenhöhe in den angeschlagenen japanischen Bankensektor zu pumpen.Der Ende vergangener Woche nach monatelangem Streit erzielte Kompromiß zwischen Regierung und Opposition ist inzwischen wieder ins Wanken geraten.

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