Wirtschaft : Jeden Tag Ernstfall LUFTFAHRT

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Die Luftfahrtbranche probt schon seit dem 11. September 2001 den DauerErnstfall. Verschärfte Sicherheitskontrollen sind an der Tagesordnung, Notfallpläne liegen bereit. Deshalb sieht die Lufthansa jetzt auch keinen Anlass, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Lufthansa Cargo erhöht allerdings die Preise. Ab dem 25. März wird ein Kriegsaufschlag wegen Zusatzkosten von 10 Cent pro Kilogramm erhoben. Nach den Anschlägen in New York hatte die Lufthansa bereits ihr Sicherheitsprogramm verschärft: Auf allen Flügen reisen Sky-Marshalls mit. Diese Sicherheitsexperten sollen im Fall eines Entführungsversuchs eingreifen. Wie viele davon ständig in der Luft unterwegs sind und vor allem wann und auf welchen Routen, das ist natürlich Betriebsgeheimnis. Fast abgeschlossen ist auch die Ausrüstung aller Lufthansa-Flugzeuge mit schusssicheren und videoüberwachten Türen zwischen Cockpit und Kabine. Doch die Fluggäste sind nicht das einzige Risiko. Hunderte arbeiten tagtäglich auf den Flughäfen und haben Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen. Die Lufthanseaten hatten deshalb die Überprüfung ihrer Mitarbeiter verschärft. Jährlich wird ein Report angefertigt, Rückfrage beim Verfassungsschutz eingeschlossen.

Mehr, so heißt es in der Lufthansa-Zentrale, könne man nicht tun. Denn was am Boden zu regeln ist, regeln die Flughafenbetreiber und der Bundesgrenzschutz, die für die Abfertigung der Fluggäste bis zum Abflug verantwortlich sind. Donnerstag wurden die Kontrollen des Handgepäcks für Fluggesellschaften aus den kriegführenden Staaten USA, Großbritannien und Spanien sowie für Flüge nach Nahost verstärkt. Seit Januar wird aufgegebenes Gepäck in Deutschland schon zu 100 Prozent durchleuchtet. fo

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