Wirtschaft : Jeder Deutsche spart im Schnitt 1800 Euro Bürger legen mehr zurück als früher

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(Tsp). Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr insgesamt gut 146 Milliarden Euro gespart. Das sind im Schnitt 1800 Euro je Einwohner, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) haben die Deutschen 10,6 Prozent ihres Einkommens zurückgelegt und damit 0,8 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2000.

Bei einem Kaufpreis von 20000 Euro hätten diese Ersparnisse ausgereicht, um rund 7,3 Millionen Mittelklasse-Pkw zu finanzieren, rechnete das Bundesamt vor. Neben der Tilgung von Hypothekenschulden und anderen Krediten fließt die jährliche Ersparnis vor allem in Geldanlagen wie Spar- und Termineinlagen (etwa 37 Prozent), Wertpapiere (23 Prozent), Aktien (fünf Prozent) und in Lebensversicherungsverträge (27 Prozent).

Während die Bundesbürger immer mehr Geld auf die hohe Kante legen, sinkt die Sparquote in den USA, wie das Institut der deutschen Wirtschaft weiter berichtete. Von 1991 bis 2001 verringerte sie sich jenseits des Atlantiks von 8,3 Prozent auf 2,3 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens. Die Differenzen zwischen Deutschland und den USA erklärt das IW auch mit den niedrigeren Arbeitslosenquoten und dem flexibleren Arbeitsmarkt in den USA. Die Bürger sähen sich deshalb weniger dazu veranlasst, für den Fall eines Job-Verlustes Geld zurückzulegen. Zudem lag das Vermögen der US-Haushalte mit 276 Prozent des verfügbaren Einkommens im Jahr 2002 deutlich höher als in Deutschland mit 159 Prozent.

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