Wirtschaft : Jenoptik kosten zwischen 28 und 34 DM

FRANKFURT (MAIN) (ro).28 bis 34 DM müssen Anleger auf den Tisch legen, wenn sie Aktien der Jenoptik erwerben wollen.Doch ob man überhaupt zum Zuge kommt, ist fraglich, denn die Nachfrage nach den Papieren des ostdeutschen Vorzeigeunternehmens ist riesig.Schon vor der gestern eröffneten Zeichnungsfrist, die noch bis zum 12.Juni läuft, seien Orders eingetrudelt, sagen die Banken.Im sogenannten "Grauen Markt" wird die Aktie bereits mit 55 DM gehandelt.30 bis 40 Prozent der Aktien sollen an Privataktionäre gehen und das vor allem in Thüringen.

Insgesamt 22,7 Mill.Fünf-DM-Aktien im Nominalwert von 113,5 Mill.DM verteilt Jenoptik mit Unterstützung von Goldman Sachs, der Commerzbank und der Landesbank Hessen-Thüringen über die Börse.Aktien im Nominalwert von 80,4 Mill.stammen von den Altaktionären, der Rest kommt aus einer Kapitalerhöhung.Der endgültige Preis der Aktie wird am 15.Juni festgezurrt, einen Tag später wird das Papier erstmals im amtlichen Handel der Frankfurter Börse notiert.Derzeit ist das Land Thüringen mit gut 46 Prozent größter Aktionär, knapp 40 Prozent halten verschiedene Banken.Nach dem Börsengang verbleiben bei Thüringen noch knapp 19 Prozent der Aktien, rund drei Prozent liegen bei den Mitarbeitern, und gut 61 Prozent der Anteile sind dann breit gestreut.640 bis 770 Mill.DM werden durch die Emission erlöst.Der Großteil geht an das Land, die Jenoptik erhält nach Angaben von Späth rund 200 Mill.DM.Mit dem Geld sollen vor allem die Fertigungsstätten in Jena erweitert werden.Es soll aber auch für die Übernahme kleinerer Firmen genutzt werden können.Damit wird nach Angaben von Späth auch die Basis für neue Stellen gelegt.Bislang habe man in diesem Jahr in Jena rund 100 neue Jobs geschaffen.Derzeit beschäftigt Jenoptik weltweit rund 8000 Mitarbeiter, davon 1800 in Thüringen und 2000 im Ausland.

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