Wirtschaft : Jerini will Amerika selbst erobern Das erhöht die Kosten

für das Marketing

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Berlin - Das Berliner Biotechnologieunternehmen Jerini will seinen Hoffnungsträger Icatibant aus eigener Kraft auf den Markt bringen und hat deshalb die Marketingausgaben kräftig aufgestockt. In den ersten neun Monaten investierte die Firma 4,8 Millionen Euro – knapp ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte Jerini am Mittwoch mit. Icatibant, ein Mittel gegen eine vererbbare Stoffwechselkrankheit, die zu lebensbedrohlichen Schwellungen führen kann, soll 2008 in den USA und Europa auf den Markt kommen.

Jerini gehört zu den vielversprechendsten deutschen Biotechfirmen. Die Markteinführung seines ersten Produkts – Jerini rechnet mit Spitzenumsätzen von 200 Millionen Euro – wird in der Branche mit Spannung erwartet. Doch das Risiko ist groß: Konkurrent GPC aus München hat bei der Zulassung eines neuen Krebsmittels gerade einen schweren Rückschlag erlitten, der Aktienkurs brach ein.

Jerini steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um gut 70 Prozent auf 16,2 Millionen Euro. Als Grund dafür nannte das Unternehmen eine Einmalzahlung des US-Konzerns Abbott nach Aufkündigung einer Kooperation. Dadurch hatte Jerini die nordamerikanischen Vermarktungsrechte an Icatibant zurückerhalten. Der Netto-Fehlbetrag lag mit 15,5 Millionen Euro um 1,2 Millionen Euro unter Vorjahresniveau. Am 30. September dieses Jahres hatte das Unternehmen noch liquide Mittel in Höhe von 50,6 Millionen Euro zur Verfügung. pet

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