Wirtschaft : Jetzt treiben auch Stürme den Ölpreis

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Hamburg/New York Die Ölpreise an den internationalen Märkten haben am Donnerstag neue Rekordmarken erreicht. Auch die Ankündigung Saudi-Arabiens, die Förderung bei Bedarf kurzfristig weiter erhöhen zu können, sorgte nicht für Entspannung. In London hat der Ölpreis erstmals die Marke von 42 Dollar je Barrel (159 Liter) erreicht. Händler verwiesen auf Sorgen vor möglichen Versorgungsengpässen. Auch der Preis für ein Barrel Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) steigt weiter. Das Opec-Sekretariat berechnete den so genannten Korbpreis für die wichtigsten sieben Rohölsorten für Mittwoch mit 40,08 US-Dollar, das waren acht Cents mehr als am Tag davor und der höchste Preis seit der Einführung der Korbpreis-Statistik im Januar 1987.

An der Warenterminbörse Nymex in New York legte der Preis für Öl zur September-Auslieferung am Donnerstag bis auf 45,75 Dollar zu. Er lag damit über dem bisherigen Höchststand vom vergangenen Dienstag, als das Barrel mit 45,04 Dollar eine neue Rekordmarke erreicht hatte. Zwei schwere Stürme haben die amerikanischen Energiemärkte verunsichert. Der tropische Sturm „Bonnie“ befindet sich bereits im Golf von Mexiko und hat zur Evakuierung des Personals einiger Öl- und Erdgasbohrinseln sowie zur Produktionseinstellung geführt. Der Sturm „Charley“ bewegt sich aus der Karibik wahrscheinlich ebenfalls auf den Golf von Mexiko zu. dpa

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