Wirtschaft : Job-Center wollen Arbeitslosen besseren Service bieten

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Berlin Arbeitslose sollen in den Job-Centern künftig einen besseren Service erhalten. Darauf würden sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Kommunen in den kommenden Monaten konzentrieren, kündigte BA-Vizechef Heinrich Alt am Montag in Berlin an. Kürzere Wartezeiten, eine bessere telefonische Erreichbarkeit und eine treffendere Beratung bei der Stellensuche seien ein halbes Jahr nach der Neuorganisation der Arbeitsverwaltung das Ziel. Zugleich werde der Kampf gegen Leistungsmissbrauch beim Arbeitslosengeld II ausgeweitet.

Dagegen soll der Streit um die Führung der bundesweit 345 Job-Center Alt zufolge der Vergangenheit angehören. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den Kommunen und den regionalen Arbeitsagenturen gegeben. Sie sind gemäß der Hartz-IV-Reform meist gemeinsam für die Organisation in den Job-Centern zuständig. „Es bringt nichts, wenn wir uns Kleinkriege erlauben zu Lasten derer, die aus dem Sozialsystem raus wollen“, sagte der BA-Vizechef. Nach einer Vereinbarung von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und BA-Chef Frank-Jürgen Weise sollen fortan die Kommunen in den Job-Centern das Sagen haben und eigenständig über Personal, Geld und Verwaltung entscheiden können.

Dieser Kompromiss sei ein „überfälliger Schritt“, erklärte Helmut Fogt, Beigeordneter des Deutschen Städtetags für die kommunalen Spitzenverbände. Ein großes Problem für die Arbeitsgemeinschaften ist Fogt zufolge das in den Job-Centern verwendete Computerprogramm. Die Software habe „große Defizite“ und müsse „zügig“ überarbeitet werden. Ein weiteres Problem sei die mangelnde Qualifizierung der Job-Vermittler. brö

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