Jobmarkt : Zahl der arbeitslosen Berliner stagniert im April

In Berlin bleibt die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt aus. Die örtliche Arbeitsagentur macht das Wetter dafür verantwortlich. Bundesweit sieht es kaum anders aus.

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Der lange Winter habe auf vielen Baustellen für Verzögerungen gesorgt. So erklärt die BA die verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt.
Der lange Winter habe auf vielen Baustellen für Verzögerungen gesorgt. So erklärt die BA die verhaltene Frühjahrsbelebung am...Foto: dpa

Es war der kälteste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dementsprechend schwach fiel die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im April aus. So jedenfalls erklärt die regionale Arbeitsagentur den minimalen Anstieg der Berliner Arbeitslosenzahl um 19 im Vergleich zum Vormonat auf 216.122.

"Der lange Winter verhinderte die saisonale Frühjahrsbelebung, die sonst im April den Arbeitsmarkt in Berlin bestimmt", sagte Dieter Wagon, Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der BA. Verglichen mit dem Vorjahresmonat sank die Zahl der Menschen ohne Job in der Hauptstadt jedoch um 7675.

Die Arbeitslosenquote veränderte sich zum März mit 12,3 Prozent nicht. Sie liegt aber 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen lag im April 2013 bei 209.000. Dieser Wert ist mit dem März identisch, es sind aber 8000 weniger als vor einem Jahr.

Auch im übrigen Bundesgebiet drückte der ungewöhnlich lange Winter auf die Statistik. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte 3,020 Millionen Arbeitslose. Das seien 78.000 weniger als im März, aber 57.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Behörde in Nürnberg mit.

Die Quote sank veglichen mit März um 0,2 Punkte auf 7,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 7,0 Prozent betragen.

Der Frühjahrsaufschwung mit steigender Beschäftigung am Bau und in der Landwirtschaft führt üblicherweise im April zu einem stärkeren Rückgang. Dass die Abnahme geringer ausfiel, dürfte laut BA mit den länger anhaltenden witterungsbedingten Einschränkungen in diesem Jahr zusammenhängen. "Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt weiter in einer guten Grundverfassung, die aktuelle Entwicklung ist allerdings eher gedämpft", erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Rechnet man die jahreszeitbedingten Schwankungen heraus, stieg die Arbeitslosenzahl laut BA saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 4000. (mit rtr)

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