Wirtschaft : Jobvermittlung: Interview: "Wir arbeiten effizienter"

Herr Holsten[kommt der deutsche Arbeitsmarkt ohne]

Paul Holsten, Chef der Personalvermittlung beim Personaldienstleister Ranstad, über die Arbeit der Jobvermittler.

Herr Holsten, kommt der deutsche Arbeitsmarkt ohne private Arbeitsvermittler und Personaldienstleister aus?

Mit Sicherheit nicht. Zumal unsere Vermittlungszahlen kontinuierlich steigen.

Sollte man die Arbeitsvermittlung nicht komplett in private Hände geben?

Zum Thema Ted: Sollen Arbeitsämter privatisiert werden?
Nein. Wir setzen auf die Kooperation mit der Bundesantsalt für Arbeit, der Bundesregierung und einzelnen Bundesländern. Dabei geht es vor allem um das untere Drittel der Arbeitslosen-Pyramide. Das sind Menschen, die über 55 Jahre alt sind oder krank, lange arbeitslos oder vorbestraft. Diese Arbeitslosen kosten den Steuerzahler wegen jahrelanger Leistungszahlungen das meiste Geld. In Nordrhein-Westfalen haben wir gerade mit Ministerpräsident Clement ein Programm 50plus für ältere Arbeitssuchende entwickelt. Das läuft sehr gut.

Sind Sie besser als die Arbeitsämter?

Wir arbeiten effizienter, weil bedarfsorientierter in Bezug auf die Wünsche der Unternehmen. Wir suchen nach passgenauen Arbeitnehmer-Profilen, weil wir nur bei einer erfolgreichen Vermittlung Geld verdienen.

Wieviele Menschen hat Randstad bundesweit im Januar vermittelt?

Monatlich werden etwa 2000 Arbeitnehmer von unseren Kunden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Wieviele davon gelten als schwer vermittelbar?

Für uns niemand. Nach den Kriterien der Bundesanstalt für Arbeit etwa 18 Prozent.

Wie würden Sie das Problem der hohen Arbeitslosigkeit lösen?

Der Arbeitsmarkt muss flexibler werden, viele Beschränkungen müssen weg. Ich denke zum Beispiel an die Einkommensgrenze bei der Teilzeitregelung. Sie muss angehoben werden. Außerdem dürfen wir die Menschen nicht weiter am Markt vorbei qualifizieren.

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