Wirtschaft : Joint-venture für Wasserstoff

REYKJAVIK (AFP).Mit der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens wollen internationale Konzerne Wasserstoff als umweltfreundlichen Energieträger voranbringen.Der Industrieriese DaimlerChrysler unterzeichnete am Dienstag in der isländischen Hauptstadt Reykjavik ein entsprechendes Abkommen mit dem Ölmulti Royal Dutch/Shell, dem norwegischen Konzern Norsk Hydro und dem isländischen Konsortium Vistorka.Als eines der ersten Projekte wird ein Omnibusdienst mit wasserstoffbetrieben Fahrzeugen erwogen.Mit dem Joint-venture solle langfristig der gesamte öffentliche und private Transportsektor einschließlich der Fischerei auf Wasserstoff umgestellt werden.Island deckt bereits rund 67 Prozent seines Bedarfs an Primärenergie aus hydro- und geothermischen Quellen ab.

An dem mit einer Mill.Dollar (rund 1,75 Mill.DM) Eigenkapital ausgestatteten Gemeinschaftsunternehmen sind DaimlerChrysler, Shell und Norsk Hydro mit jeweils 16,33 Prozent beteiligt.Die neue "Icelandic Hydrogen an Fuel Cell Company" soll der Frage nachgehen, inwieweit fossile Brennstoffe durch Wasserstoff abgelöst werden können.Im Erfolgsfalle könne in Island die erste "Wasserstoffwirtschaft" der Welt entstehen.DaimlerChrysler beschäftigt sich seit 1991 mit der Entwicklung von Brennstoffzellen für den Einsatz in Fahrzeugen.Die Serienproduktion ist für die Mitte des nächsten Jahrzehnts geplant.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben