Wirtschaft : Joint Venture soll den Fortbestand des Schienenfahrzeugherstellers ermöglichen

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Für das von der Schließung bedrohte Adtranz-Werk in Pankow gibt es nun offenbar doch eine zukunftsträchtige Perspektive. An diesem Dienstag wollen der Schienenfahrzeughersteller und die Schweizer Firma Stadler die Detailvereinbarungen ihres Joint Ventures vorstellen, mit dem die Fortführung des Berliner Werkes gesichert werden soll. Rund 200 der etwa 350 Arbeitsplätze könnten dadurch gerettet werden. Senatsverwaltung und BVG hatten erst vor wenigen Tagen den Weg geebnet: Der Nahverkehrsbetrieb wird weitere 20 U-Bahn-Züge von Adtranz beziehen - das hatte der Konzern auf Grund früherer Verträge als Bedingung gestellt.

Allerdings gibt es noch einen Knackpunkt: Stadler hatte weitreichende Konzessionen der Beschäftigten bei Arbeitszeit und Löhnen gefordert, darunter eine 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich sowie Gehaltskürzungen um fünf Prozent. Eine Einigung gibt es nach Angaben des Betriebsrates noch nicht. "Alle tariflichen und sozialen Bedingungen sind noch offen", sagte die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Iris Trompa dem Tagesspiegel. Stadler, Hersteller von Spezialfahrzeugen, sollte neue Fertigungen nach Pankow bringen und die Zuliefermöglichkeiten für Adtranz ausbauen. Peter Spuhler, Vorsitzender der Stadler-Geschäftsführung, hatte bei der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung Anfang des Jahres das Engagement von "wettbewerbsfähigen Bedingungen" abhängig gemacht.

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