Wirtschaft : Josef Ackermann

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Das Ambiente hätte kaum vornehmer sein können: Wer im feinen Jumeirah Beach Hotel in Dubai residiert, genießt Luxus pur. Deutsche Bank Chef Josef Ackermann aber sitzt dort am 22. September mit erstarrter Miene auf dem Tagungspodium. Gerade hat ihn aus Deutschland die Nachricht von der Prozess-Eröffnung in Sachen Mannesmann ereilt. Ackermann war sichtlich geschockt. Ein paar dürre Worte der Verwunderung – mehr lässt sich der 55-jährige Banker nicht entlocken. Eigentlich hätten 2003 und 2004 die Jahre Ackermanns sein können. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2002 hat der Artillerie-Oberst der Schweizer Armee dem größten Geldhaus Europas seinen Stempel aufgedrückt: Die Deutsche Bank hat ihr Tief überwunden, der Gewinn ist kräftig gestiegen, die Kosten sind deutlich gesunken. Trotzdem wird es für Ackermann eine schweres Jahr. Denn Bankmanager haben eigentlich keine Zeit, nebenher einen kräftezehrenden Prozess zu führen. ro

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