Wirtschaft : JP Morgan verdient prächtig

Quartalsgewinn von 4,4 Milliarden Dollar

Gut aufgestellt. Die Bank profitierte von der gesunkenen Zahl fauler Kredite. Foto: ddp
Gut aufgestellt. Die Bank profitierte von der gesunkenen Zahl fauler Kredite. Foto: ddpFoto: ddp

New York - Die US-Großbank JP Morgan hat ihren Gewinn im dritten Quartal 2010 dank einer gesunkenen Risikovorsorge überraschend kräftig gesteigert. Zwischen Juli und September kletterte der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro), wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 3,6 Milliarden Dollar gerechnet. Die Bank profitierte vor allem von der gesunkenen Zahl fauler Kredite. Die Erträge aus dem laufenden Geschäft gaben nach.

Für mögliche Kreditausfälle musste JP Morgan nur noch 3,2 Milliarden Dollar zurückstellen, zwei Drittel weniger als die fast zehn Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. „Wir freuen uns über den weiteren Rückgang unserer Kreditkosten“, sagte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon.

Jedoch erwartet Dimon, dass die Abschreibungen auf Immobilienkredite auch in den kommenden Quartalen hoch bleiben oder je nach Konjunkturentwicklung sogar steigen.

Im abgelaufenen Quartal musste JP Morgan auf Kundenkredite 4,7 Milliarden Dollar abschreiben. Ein Jahr zuvor waren es noch 7,0 Milliarden Dollar.

Auch im Kreditkartengeschäft wirkte sich die wirtschaftliche Erholung aus. „Wir erwarten, dass sich die Kreditausfälle in diesem Bereich im nächsten Quartal noch verringern“, sagte Dimon.

Die Entspannung bei den Krediten schlug allerdings nicht komplett auf den Konzerngewinn durch, denn die Erträge aus dem laufenden Geschäft gingen deutlich zurück. Im Vergleich zum Vorjahr gaben sie um 15 Prozent auf 24,3 Milliarden Dollar nach. Grund dafür waren zum einen die verringerten Zinserträge aufgrund des gesunkenen Kreditvolumens. Zum anderen waren die Handelsgewinne spürbar gesunken. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben