Wirtschaft : Jürgen Schrempp - der Vermittler

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DaimlerChrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp (Foto:imo) kennt sich aus mit dem Umbau von Unternehmen und ihrer Neuausrichtung. Er ist außerdem einer der wenigen deutschen Manager, die Erfahrungen mit einer grenzüberschreitenden Fusion machen konnten. Und die Probleme, die daraus erwuchsen, meisterte der 56-Jährige souverän. Vor diesem Hintergrund nahm er auch eine wichtige Position beim Übernahmepoker um Mannesmann ein. Als Vorstandsmitglied der Düsseldorfer war er mitten im Geschehen - und konnte vermitteln. Ihm dürfte es weitgehend zu verdanken sein, dass sich die Kontrahenten Mannesmann und Vodafone doch noch gütlich einigten. Schrempp bekennt sich zwar zum Standort Deutschland, doch ist er auch ein überzeugter Globalisierer. Gerade die Fusion des Autobauers Daimler-Benz mit dem amerikanischen Konzern Chrysler von 1998 gilt als gelungene Antwort auf die Zwänge der Globalisierung.

Schrempp war durchgehend bei Daimler-Benz. Von 1974 bis 1987 arbeitete er für den Stuttgarter Konzern vorwiegend in Südafrika. 1987 kehrte er nach Deutschland zurück, wo ihm zwei Jahre später die Neugliederung der Luft- und Raumfahrtaktivitäten sowie der Wehrtechnik von Daimler-Benz übertragen wurde. 1995 übernahm Schrempp den Vorstandsvorsitz bei Daimler-Benz und leitete auf Grund großer Verluste eine beispiellose Konzentration auf das Kerngeschäft ein, die durch die Fusion mit Chrysler einen erfolgreichen Abschluss fand.

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