Wirtschaft : Junge Deutsche trinken lieber Wein aus der Heimat

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Mainz - Deutscher Wein erfreut sich in seinem Herkunftsland wachsender Beliebtheit. Sein Umsatzanteil stieg 2005 im Lebensmittel- und Weinhandel im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 38 Prozent, die verkaufte Menge erhöhte sich um 1,2 Punkte auf rund 37 Prozent. Das teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) am Dienstag in Mainz mit.

Von den Ausgaben der Privathaushalte für Wein gehen 24 Prozent an deutsche Winzer, die damit Marktführer sind. Der Umsatzanteil des französischen Weins ging dagegen um einen Prozentpunkt auf 17 Prozent zurück, der Anteil Italiens mit 16 Prozent und Spaniens mit sieben Prozent blieben gleich. Anbieter aus Übersee verbesserten sich insgesamt ebenfalls um einen Punkt auf elf Prozent.

Der gesamte Weinkonsum lag mit 16,5 Millionen Hektolitern auf dem Niveau des Vorjahres. Die deutsche Weinbranche blickt laut DWI insgesamt optimistisch in die Zukunft: Grund sei unter anderem, dass in der Gruppe der unter 35-Jährigen der Konsum deutscher Weine überdurchschnittlich gestiegen sei, teilte das Weininstitut mit. Der Anteil des Rotweins an den Handelsverkäufen stieg um einen Punkt auf 56 Prozent, der Anteil des Weißweins ging um einen Punkt auf 36 Prozent zurück. Der Anteil der Roséweine blieb mit acht Prozent unverändert. Beim Rotwein hat deutscher Rebensaft mit 25 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Frankreich mit 23 Prozent und Italien mit 16 Prozent. Der meistverkaufte Rotwein im Lebensmittelhandel ist inzwischen der Dornfelder.

Der größte deutsche Weinhändler bleibt der Discounter Aldi. Gegenüber dem Vorjahr setzte der Discountprimus im Jahr 2005 3,4 Prozent mehr Wein ab und liegt mit einem insgesamten Anteil von 26,5 Prozent in der Absatzstatistik vor allen anderen Geschäftstypen. Dies hat das Marktforschungsunternehmen AC Nielsen ermittelt.dpa/HB

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