Wirtschaft : Jungunternehmer wollen "Bürgergeld"

BJU-Jahrestreffen in Berlin

BERLIN (alf).Der Bundesverband Junger Unternehmer (BJU) fordert stärkere Deregulierungen sowie einen radikalen Wandel in den Sozialsystemen.Wie der BJU-Vorsitzende Wolfang Mainz am Freitag anläßlich der Jahresversammlung des Verbandes in Berlin sagte, führe das jetzige System dazu, "daß viele von der Arbeit ausgeschlossen sind".Die Erfahrungen mit den 610-DM-Jobs zeigten, "je stärker dereguliert wird, desto mehr Arbeitsplätze entstehen".Zumal ältere Arbeitnehmer würden aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen sowie langer Urlaubsdauer nicht eingestellt.Um mehr Empfänger von Arbeitslosengeld und -hilfe sowie Sozialhilfe in Arbeit zu bringen, regt der BJU einen Kombi-Lohn an, mit dem im Niedriglohnbereich Stellen teilsubventioniert werden sollten.Das Rentensystem muß nach Meinung der Jungunternehmen "langfristig in einem privaten, kapitalgedecken System finanziert werden".Mit dem Kombi-Lohn oder "Bürgergeld-System" könnte ferner der Wust an Sozialtransfern und entsprechender Bürokratie aufgelöst werden; gegenwärtig gebe es in der Bundesrepublik 155 verschiedene Sozialleistungen bei 38 Ämtern.Auf der Jahrestagung des BJU mit rund 250 Unternehmern stehen die Themen Neue Medien und Telearbeit im Mittelpunkt.

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