Wirtschaft : Kann ich mich auf die Kontrollen verlassen?

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Öko-Lebensmittel werden stärker kontrolliert als konventionelle Waren. Zu den Bio-Bauernhöfen und -Fabriken kommen nicht nur die Mitarbeiter der amtlichen Lebensmitteluntersuchungsämter und die Amtstierärzte, sondern zusätzlich noch die privaten Öko-Kontrollstellen. Diese staatlich zugelassenen Kontrolleure führen einmal im Jahr eine ausführliche Betriebsbesichtigung durch und prüfen, ob die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung und die noch strengeren Richtlinien der Bio-Verbände eingehalten werden. Neben der jährlichen Prüfung gibt es noch unangekündigte Stichproben.

Die Auflagen, die Öko-Landwirte erfüllen müssen, sind hoch: Sie dürfen keine Unkrautvernichtungsmittel einsetzen und ihre Tiere nur mit ökologisch angebautem Futter ernähren. Über die EU-Bio-Verordnung hinaus gilt bei den großen deutschen Bio-Verbänden wie Bioland, Naturland oder Demeter: Mindestens 50 Prozent des Futters muss vom eigenen Hof kommen. Aus gutem Grund: Beim aktuellen Skandal war es zugekaufter Bio-Weizen aus den Lagern der Futtermittelfirmen NSP und GS agri, der mit Pestiziden belastet war.

In Berlin profitieren die Käufer derzeit von einer Besonderheit in der staatlichen Lebensmittelüberwachung: Anders als im Bundesgebiet testen die Behörden Nahrungsmittel hier regelmäßig auch auf Pestizide wie Nitrofen. Die gute Nachricht: Bislang habe man keine Spuren des Giftes gefunden, heißt es bei der Senatsverwaltung. hej

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