Wirtschaft : Kanzler kippt Abgeltungssteuer

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(dpa). Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die geplante Abgeltungssteuer auf Zinserträge offenbar gekippt. Kanzleramtschef FrankWalter Steinmeier erklärte das Projekt nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ bereits Ende vergangener Woche bei einem Treffen mit Finanzstaatssekretär Volker Halsch für beendet. „Schröder hat das Vorhaben vor dem Parteitag auf Druck der Linken begraben“, zitierte das Blatt Parteikreise. Offiziell wolle man auf eine EU-weite Regelung warten. Die Amnestie für die Rückführung von Schwarzgeld aus dem Ausland soll aber beibehalten werden. Derzeit werden Kapitalerträge als Teil des Einkommens mit einem Steuersatz von bis zu 48,5 Prozent besteuert. Das Veto beschert dem Finanzminister nach Schätzung von SPD-Experten eine Einnahmelücke von rund zwei Milliarden Euro.

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