Wirtschaft : Kapitalbeschaffung per Internet

Aktien des Münchener Software-Distributors Internet 2000 sollen über das Netz gehandelt werden

Berlin (sag).Das Internet bringt die Geschäftswelt auf neue Ideen.Die weltweite Vernetzung hat bereits die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden, Firmen und Lieferanten sowie Kommunen und Investoren nachhaltig verändert.Nun ist es nach Meinung von Axel Schultze, Geschäftsführer des Münchener Softwaredistributors Internet 2000, an der Zeit, das Netz der Netze auch zur Kapitalbeschaffung zu nutzen. So jung wie die Idee zum virtuellen Börsengang ist auch das Unternehmen.Internet 2000 ist erst im Juni 1996 als GmbH & Co.gegründet worden.Hauptgeschäftsfeld ist der Verkauf von Internet-Software an Wiederverkäufer.Zum Produktportfolio des agilen Münchener Unternehmers gehören vor allem Programme für die noch relativ junge Intranet-Technologie, die sich derzeit einer raschen Verbreitung in Unternehmen aller Größen und Branchen erfreut.Mit Ausnahme einiger Programme wie Microsoft und Symantec stammen diese Programme zumeist von sehr jungen und innovativen US-Firmen.Das Händlernetz des Vollsortimenters Internet 2000 umfaßt derzeit rund 140 Partner in der Bundesrepublik. Axel Schultze, der vor Internet 2000 den Computer-Distributor Computer 2000 mitaufgebaut hatte, sieht für den Intranet-Bereich und somit sein Unternehmen einen glänzenden Markt voraus.Ausgehend von einem Umsatz von 300 000 DM im vergangenen Jahr peilt Internet 2000 für 1997 Erlöse von 3 Mill.DM, für 1998 von 7 Mill und für 1999 von 12 Mill.DM an.Dabei geht der Manager von einem Anteil seines Unternehmens am Gesamtmarkt von 20 Prozent aus.Den potentiellen Aktionären verspricht er eine Umsatzrendite von 10 Prozent. Um nicht mit dem Börsenrecht in Konflikt zu geraten, bedient sich Schultze der Hülle einer anderen, bereits bestehenden AG namens Asonic, die inzwischen in Internt 2000 umfirmiert wurde.Von deren Grundkapital in Höhe von 400 000 DM Stammkapital und 1,6 Mill.DM Rücklagen sollen 25 Prozent plaziert werden.Dies ergibt rund 2000 Aktien im Nennwert von 250 DM, die Schultze in Paketen zu je 10 Stück für 375 DM verkaufen will, und zwar über das Internet.Der spätere Handel mit den Aktien soll in direktem Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer ebenfalls im Internet stattfinden.Angebot und Nachfrage sollen dazu auf einer weltweit ständig zugängigen Webseite zusammengeführt werden.Daß dies keine Sache für jedermann ist, räumt Schultze ein.Zielgruppe seien eindeutig Insider der Internet- und Online-Branche.Doch dies muß nicht so bleiben, meint der Software-Distributor, der weitere Informationen unter der Internet-Adresse

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