Wirtschaft : Kapitalbildung für 30-Jährige

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VL-Sparplan (Einsatz: im günstigsten Fall null Euro):

Wer als Arbeitnehmer über die Firma seine vermögenswirksamen Leistungen (oft zahlt der Arbeitgeber 40 Euro pro Monat) in einen Aktienfonds investiert, kann quasi zum Nulltarif Kapital bilden. Die besten Fonds machen aus einer Einzahlungsumme von 5760 Euro nach 13 Jahren über 13 000 Euro. Renditepotenzial: zehn Prozent pro Jahr.

Riester-Banksparplan (Einsatz: ab fünf Euro pro Monat):

Bank-Sparpläne sind im Vergleich zu Riester-Angeboten von Versicherungen und Fonds-Gesellschaften flexibler, sicherer und besser kalkulierbar. Angebote kommen meist nur von Volksbanken und Sparkassen. Am besten sind Offerten, deren Zinssatz fest an die Umlaufrendite zehnjähriger Bundesanleihen gekoppelt ist (Stand 2.11.: 3,25 Prozent). Renditepotenzial: bis fünf Prozent pro Jahr.

Betriebsrente (Einsatz: ab 15 Euro pro Monat):

Arbeitnehmer haben Anspruch darauf, einen Teil ihres Lohnes in Betriebsrente umzuwandeln (Entgeltumwandlung). Vorteil: Dafür ist weder Lohnsteuer noch Sozialversicherungsbeitrag zu zahlen. Nachteil: Die spätere Rente ist voll steuerpflichtig, zudem müssen gesetzlich Krankenversicherte dann Beitrage auf die Rente bezahlen. Effektiv klappt es mit einer Direktversicherung. Renditepotenzial: 4,5 Prozent pro Jahr.

Basisrente (Einsatz: sinnvoll ab 100 Euro pro Monat):

Vor allem für Unternehmer (Rente ist gegen Insolvenz geschützt) und Besserverdiener ist die Basisrente interessant. 2005 können Einzahlungen bis zu 12 000 Euro pro Jahr aus unversteuertem Einkommen genutzt werden. Erst die spätere Auszahlung ist dann voll zu versteuern. Die Basisrente ist praktisch eine private Rentenversicherung. Vorteil: Sicheres Ansparen fürs Alter. Renditepotenzial: 4,5 Prozent pro Jahr. Tipp: Angebote vergleichen, da die Leistungen bis zu 25 Prozent differieren. D.P.

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