Karriere : Agenturen beraten schlecht

Die Weiterbildungsberatung der Arbeitsagenturen lässt zu wünschen übrig. Nach der Beratung sei der Weiterbildungssuchende danach oft so ratlos wie davor, hat eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergeben. Doch nicht nur die Arbeitsagentur kommt nicht gut weg bei dem Test. Wer Beratung sucht, sollte einige Tipps beachten.

Bei der Beratung zur beruflichen Weiterbildung versagten die Arbeitsagenturen und bekamen nur das Qualitätsurteil „Ausreichend“. Dabei sind sie per Gesetz zur Beratung in Sachen Weiterbildung verpflichtet. Doch auch die anderen Beratungsstellen im Test, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und kommunale Beratungsstellen, hatten Schwächen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach insgesamt 40 Beratungsgesprächen.

Schon beim ersten Test der Stiftung vor vier Jahren hatten die Arbeitsagenturen schlecht abgeschnitten. Geändert hat sich seitdem offensichtlich nichts. Einem Berater war etwa das Berufsbild des Ergotherapeuten unbekannt, ein anderer gab zu, für den Fall des Testers nicht kompetent zu sein. Eine Agentur begrenzte die Beratungszeit generell auf 15 Minuten.

Die beste Beratung fand die Stiftung bei einer kommunalen Stelle, der Bildungs- und Weiterbildungsberatung der Landeshauptstadt München. Sie wies in fast allen Punkten eine hohe Qualität auf.

Da die Beratungen kostenlos sind, rät die Stiftung Warentest den Verbrauchern, sich am besten mehrmals beraten zu lassen, und zwar bei verschiedenen Anbietern. Sie können auch selbst zum Erfolg beitragen, indem sie sich gut vorbereiten und im Gespräch darauf achten, dass der Berater ihre persönlichen Voraussetzungen und Vorstellungen beachtet. Stiftung Warentest/Tsp

Der ausführliche Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „test“ und im Internet unter www.test.de

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