Karriere : Akku-Tüftler braucht das Land

Für das Elektroauto sind Fachkräfte gefragt

Konrad Fischer [HB]
Vehikel der Zukunft. Nicht nur Batterieforscher sind als Entwickler gesucht. Foto: dpa
Vehikel der Zukunft. Nicht nur Batterieforscher sind als Entwickler gesucht. Foto: dpaFoto: dpa

Noch ist die serienmäßige Einführung von Elektroautos Zukunftsmusik – doch schon jetzt beflügelt sie nicht nur die Fantasie von Politikern und Industrieführern, sondern bietet auch für Akademiker neue berufliche Perspektiven.

Das gilt vor allem für die Batterieforschung. Wer hier Fachmann, also Elektrochemiker ist, der gehört zur Zeit zu den am stärksten umworbenen Berufsgruppen überhaupt. Denn bisher scheitert die Serienreife von Elektroautos an der mangelnden Reichweite, da die Batterien noch zu wenig Speicherkapazität haben.

In Deutschland gibt es jedoch keinen einzigen Produktionsstandort für moderne Batteriesysteme der Lithium-Ionen-Technologie, die bereits bei Handy-Akkus oder Laptops zum Einsatz kommen. Das Wissen ist rar.

Der einzige in Deutschland vertretene Batterieproduzent, Varta, fertigt auf Basis der alten Nickel-Kadmium-Technologie, die für Elektroautos jedoch nicht geeignet ist. Bisher fehlten Arbeitgeber und Forschungsförderer auf diesem Gebiet. Doch das ändert sich nun. So hat die Technische Universität München jüngst einen Forschungs- und Lehrschwerpunkt rund um die Batterietechnik gesetzt und dafür eine Reihe neuer Professuren und Studiengänge ins Leben gerufen. Ähnliches passiert an anderen Unis: In zwei vom Bildungsministerium geförderten Netzwerken haben sich inzwischen fast ein Dutzend Universitäten der Forschung an der Batterie der Zukunft verschrieben. Neben Elektrochemikern gehören zu den Forschungsverbänden Forscher mit dem Schwerpunkt physikalische Chemie und Eisenforscher wie auch Maschinenbauer, Elektrotechniker und Informatiker.

Neben der Batterieforschung bietet die Elektromobilität auch aus logistischer und informationstechnologischer Sicht neue Betätigungsfelder. Denn die Elektroautos erfordern auch eine umfassende Infrastruktur von Ladestellen und Ladesystemen. Auch hier entstehen gerade neue Jobs, zum Beispiel bei den Energiekonzernen. Konrad Fischer (HB)

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