Karriere :  ARBEITSRECHT 

Surft man privat am Arbeitsplatz, droht die Kündigung

Viele Beschäftigte surfen privat während der Arbeit. So nutzt jeder zweite Berufstätige mit einem Internetzugang am Arbeitsplatz (49 Prozent) das Web im Dienst auch für persönliche Zwecke. Das hat eine repräsentative Befragung der Marktforscher von Aris in Hamburg ergeben. Im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom in Berlin wurden 1000 Teilnehmer befragt. Beschäftigte handeln sich aber leicht Ärger ein, wenn sie privat surfen: Ihnen droht womöglich die Kündigung, wenn sie sich ohne Erlaubnis vom Chef durch das Netz klicken. Denn wer entgegen der ausdrücklichen Anordnung des Vorgesetzten zum privaten Vergnügen surft oder E-Mails liest, verletzt seine arbeitsvertraglichen Pflichten. Vor einer Kündigung müsse der Arbeitgeber Mitarbeiter in der Regel aber abmahnen. Ist die Nutzung des Internets indes nicht geregelt, gehen einige Gerichte davon aus, dass die private Internetnutzung geduldet wird. dpa

Ausrutschen auf dem Weg zum Job

ist unfallversichert

Beschäftigte sind gesetzlich unfallversichert, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit auf vereisten Stellen ausrutschen und sich verletzen. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin hin. Das gelte auch für Schüler und Studenten, die auf dem Weg zur Schule oder Uni auf den derzeit oft glatten Straßen verunglücken. Bei einem Wegeunfall übernimmt die gesetzliche Versicherung die Kosten für die Behandlung und die Rehabilitation. Bei bleibenden Gesundheitsschäden zahlt sie Rente. Bei einem Unfall sollten Versicherte schnellstens den nächstgelegenen Durchgangsarzt aufsuchen“, rät DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer. dpa

Beruflich genutzte Online-Netzwerke gehören nicht dem Arbeitnehmer

Soziale Online-Netzwerke am Arbeitsplatz zu nutzen, kann Beschäftigten rechtliche Probleme einbringen. Das gilt vor allem dann, wenn private und berufliche Nutzung sich nicht sauber trennen lassen. Das sei jedoch häufig der Fall, sagt die Arbeitsrechtlerin Birte Keppler aus Stuttgart. Oft lägen Mischformen vor. Probleme könne das geben, wenn der Beschäftigte den Betrieb verlässt. Dann sei es von Vorteil, wenn man auf ein Regelwerk zurückgreifen könne, um Diskussionen über das Thema zu vermeiden. dpa

Gericht: Häufige WC-Besuche rechtfertigen keine Gehaltskürzung

Häufige Toilettenbesuche rechtfertigen keine Gehaltskürzung. Das entschied das Arbeitsgericht Köln in einer kürzlich veröffentlichten Entscheidung. Dabei ging es um den Fall eines Rechtsanwalts, der minutiös aufzeichnete, wie viel Zeit der Angestellte auf dem WC verbracht hatte und ihm dafür 682,40 Euro vom Nettogehalt abzog. Daraufhin reichte der Angestellte Klage ein. Er gab an, dass er unter Verdauungsstörungen litt. Das Gericht entschied im Sinne des Klägers, der nun das Arbeitsverhältnis beendet hat.ddp

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