Karriere : Bei Bewerbungen per E-Mail auf den guten Ton achten

Eine E-Mail-Bewerbung ist für den Verfasser sehr praktisch. Er muss sich nicht über teure Bewerbungsmappen und klecksende Druckertinte ärgern, sondern kann sein Anliegen schnell und einfach loswerden. Beim Empfänger rufen solche Blitz-Bewerbungen allerdings oft Unmut hervor. „Ich stelle fest, dass in Online-Bewerbungen wesentlich mehr Fehler auftauchen und dass auch die Sprache insgesamt schlampiger ist“, bemängelt die Karriereberaterin Ulrike Kraemer-Schwinn.

Bewerber sollten sich darüber im Klaren sein, dass Online-Bewerbungen und Papier-Bewerbungen von den Anforderungen her identisch sind. Smileys oder andere sogenannte Emoticons haben in einer Bewerbungs-Mail also nichts verloren. „Hier ist die Lockerheit, die sich im sonstigen Mailverkehr manchmal einschleicht, nicht angebracht“, sagt Kraemer-Schwinn. Eine Kontrolle der E-Mail sollte also selbstverständlich sein, bevor man auf „Absenden“ klickt.

Auch bei der Online-Bewerbung zählt der Gesamteindruck. Da können schon kleine Details zur Stolperfalle werden. „Die eigene Mailadresse, von der man das Schreiben abschickt, sollte seriös sein und nicht etwa ein ulkiges Wortspiel enthalten“, sagt Kraemer-Schwinn.

Versendet man Initiativbewerbungen übers Internet, sollte man dafür sorgen, dass sie im richtigen E-Mail-Postkasten landen. „Wenn man die Bewerbung einfach an eine Pooladresse wie ''info@firma.de'' schickt, verschwindet sie wahrscheinlich im Nirgendwo“, sagt Kraemer-Schwinn. Die Karriereberaterin empfiehlt daher, die Bewerbung an die persönliche Mailadresse des potenziellen Vorgesetzten zu senden. ddp

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