Karriere : Berufstätige an die Unis

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat eine stärkere Öffnung der Hochschulen für Berufstätige gefordert. In einem Fünf-Punkte-Plan setze sich die Organisation für mehr Weiterbildung, eine bessere Verzahnung von Studium und Beruf, eine nationale Bildungsstiftung und eine Reform der Hochschulfinanzierung ein, erklärte der Verband am Mittwoch in Essen. Mit diesen Maßnahmen solle das deutsche Bildungssystem flexibler gemacht werden.

„Deutschland wird zur Bildungsrepublik erst durch maßgeschneiderte Bildungsangebote für jedermann ein Leben lang“, sagte Stifterverbandspräsident Arend Oetker nach einer Mitteilung. Das Bildungssystem müsse jedem Deutschen künftig die Chance auf eine individuelle Bildungsbiografie bieten, in der sich Phasen des Lernens und Phasen des Arbeitens abwechselten. Insbesondere die Hochschulen seien auf ihre neue Rolle nicht vorbereitet, hieß es.

Von Bund und Ländern fordert der Stifterverband eine Reform der Hochschulfinanzierung. Investitionen der Länder müssten zusätzlich belohnt und dadurch eine ausreichende Hochschulfinanzierung langfristig gesichert werden. Bund und Länder müssten außerdem eine nationale Bildungsstiftung aufbauen, die Impulse für die Qualitätsentwicklung des Bildungssystems von der frühkindlichen Bildung über die allgemeinbildenden Schulen, die Berufs- und Hochschul- bis zur Weiterbildung gebe. dpa

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