Karriere : Bewerben Sie sich initiativ, rät Experte Winkler

Ihr mutiger, erster Schritt

Zeigen Sie unaufgefordert und umstandslos Ihre besondere Eignung für einen klar definierten Job. Peilen Sie Ihren Traumjob an: jene Aufgabe, die Sie nach Vorlage aller Fakten erwartbar gut erledigen. Ob dieser Job zum Unternehmen passt, klärt ein Arbeitgeber schon für sich ab.



Ein Negativ-Beispiel
Initiativ-Bewerbung um ein Praktikum: Sehr geehrter Herr Müller, obwohl ich mich nicht auf eine konkrete Anzeige beziehen kann, möchte ich mich bei Ihnen um eine Anstellung im logistischen oder im Marketing-Bereich bewerben. (…) Hoffentlich sehen Sie eine Möglichkeit für mich, in Ihrer Firma anstellig zu werden. Gern sende ich Ihnen die kompletten Unterlagen zu.

Wie es klappen kann Senden Sie im Anschreiben kein Klick-Weg-Signal wie „Initiativ-Bewerbung“. Was Sie damit ausposaunen: Sie kommen ungerufen. Seien Sie konkret: Verweisen Sie auf Ihre Berufung, sagen Sie, in welchem Bereich Sie arbeiten wollen. Anfang: Starten Sie ohne Einleitung mit dem wichtigsten Fakt. Das sind die derzeitige Position oder der Abschluss plus erste praktische Erfahrung und Erfolge. Hauptteil: Der Bewerber oben nennt fromme Wünsche statt harter Fakten. Er sagt nichts Neues, nichts Konkretes und nichts über seine Befähigung. Schluss: Machen Sie sich nicht zum stammelnden Bittsteller. Leiten Sie das Briefende mit einer Referenz ein, die Ihre Stärken bescheinigt.

Werden Sie konkret! Praktikant im Controlling: Sehr geehrter Herr Müller, in meinen Schwerpunkten Marketing und Logistik habe ich überdurchschnittliche Studienleistungen erbracht. In praktischen Einsätzen habe ich bereits eigene Projektideen erfolgreich realisiert. Als Diplomand bei der Malz AG in Graumarkt habe ich ein Kundenportal aufgebaut und vermarktet. Als Werkstudent bei der Stobel GmbH übernahm ich eine Projektleitung im Logistikmanagement. (...)

Gerhard Winkler ist Karriereberater und Autor, Beitrag aus „Junge Karriere“

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