Karriere : Bildungsurlaub zeitig absprechen

In vielen Bundesländern dürfen Angestellte Bildungsurlaub nehmen, um sich weiterzubilden – das sollten sie aber rechtzeitig mit dem Chef absprechen. „Ansonsten darf der Chef eine Freistellung ablehnen, wenn zum Beispiel zu viele Kollegen gerade im Urlaub sind“, sagt die Arbeitsrechtlerin Martina Perreng vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin. Angestellte sollten Urlaub für einen Weiterbildungskurs daher mindestens einen Monat vorher anmelden.

Von ihrem Recht auf Bildungsurlaub machten in der Praxis nur wenige Arbeitnehmer Gebrauch, sagte Perreng. Denn oft hapere es an der Akzeptanz solcher Weiterbildungen. „Das gilt oft als Zusatzurlaub und reines Vergnügen.“ Ratsam sei es daher, dem Chef zu erklären, was er von einer Weiterbildung eines Angestellten hat. „Wenn man dem Arbeitgeber klarmacht, dass zum Beispiel ein Englisch-Sprachkurs auch im Umgang mit Geschäftspartnern hilft, wird er eher bereit sein, einen Teil der Kosten zu übernehmen“, sagt Perreng. Darauf hätten Arbeitnehmer nämlich keinen Anspruch.

Zwingend sei es aber nicht, dass ein Fortbildungskurs mit dem Beruf zu tun hat. Er müsse lediglich entsprechend zertifiziert sein, um für einen Bildungsurlaub infrage zu kommen, so Perreng. Zudem seien je nach Bundesland verschiedene Regeln zu beachten. Während Arbeitnehmern in einigen Ländern fünf Tage pro Jahr zustehen, seinen in anderen zehn Tage innerhalb von zwei Jahren vorgesehen. dpa

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