Karriere : Charité-Studie: Früher Wiedereinstieg in den Beruf tut Müttern gut

Eine frühe Rückkehr an den Arbeitsplatz tut Müttern offenbar gut. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Charité Universitätsmedizin Berlin. Berufstätige Mütter schätzten ihre körperliche und seelische Lebensqualität deutlich höher ein als nicht berufstätige Frauen mit Kindern, erklärt Rolf Richter von der Charité-Klinik für Geburtsmedizin. Ein Job verbessere zudem die sozialen Beziehungen. Frauen mit Arbeit waren darüber hinaus seltener depressiv, auch weil das Einkommen dann höher ausfiel, so Richter.

Für die Studie waren 311 Mütter zwei Jahre nach der Entbindung ihres ersten Kindes kontaktiert und nach ihrer beruflichen und gesundheitlichen Situation befragt worden. Einige Mütter füllten auch einen Fragebogen zur Lebensqualität und zur seelischen Gesundheit aus. Eine frühe Rückkehr an den Arbeitsplatz sei für die Frauen sicherlich eine Mehrfachbelastung, heißt es in der Studie, die in der in Stuttgart erscheinenden Fachzeitschrift „Das Gesundheitswesen“ veröffentlicht wurde. Dieser Mehrfachbelastung seien die Mütter aber in den meisten Fällen gewachsen gewesen.

Die Studie widergelegt damit die These, eine Mehrfachbelastung durch die Übernahme einer beruflichen Tätigkeit führe zu mehr Stress und damit zu einer schlechteren Lebensqualität. Einziger Wermutstropfen: Die Kinder berufstätiger Mütter erkrankten laut Charité- Studie sehr viel häufiger an fiebrigen Infekten – was vermutlich daher kommt, dass sie in der Kita oder bei der Tagesmutter früher mit anderen Kindern in Kontakt kommen. dpa/Tsp

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