Karriere : Fachkräfte sind trotz Krise gesucht

Die internationale Finanzkrise ändert nichts daran, dass Fachkräfte in den kommenden Jahren auf dem Arbeitsmarkt fehlen werden. McKinsey-Experte Nelson Killius erwartet, dass bis 2020 in Deutschland rund 2,4 Millionen Fachkräfte fehlen, was auf Dauer einen volkswirtschaftlichen Schaden von 1,2 Billionen Euro verursachen werde. Als Ursache sieht der Experte fehlende Bildungsinvestitionen, falsche Weichenstellungen und Reformstau in Schulen, Hochschulen und Weiterbildung.

Der Fachkräftemangel in Deutschland wird seit Jahren in allen Arbeitsmarkt- wie Wirtschaftsprognosen vorhergesagt. Es fehlen vor allem Akademiker, voran Ingenieure, Naturwissenschaftler, Informatiker, Mediziner und in Teildisziplinen auch Lehrer. Für hochwertige Facharbeiterberufe wird ebenfalls ein Mangel in den kommenden Jahren prophezeit.

Nach verschiedenen Projektionsrechnungen der Bundesregierung werden wegen höherer Qualifikationsanforderungen in der Wirtschaft und auch in Folge des Geburtenrückganges in Deutschland schon von 2014 an zwischen 180 000 und 490 000 Akademiker fehlen – insbesondere Ingenieure und Naturwissenschaftler. Aus Altersgründen werden in den nächsten fünf Jahren 330 000 Akademiker aus dem Berufsleben ausscheiden, darunter 70 000 Naturwissenschaftler sowie 85 000 Ingenieure. Beklagt wird zudem, dass rund 15 Prozent der 20- bis 29-Jährigen über keinen Berufsabschluss verfügen. Jedes dritte Unternehmen gab bei einer jüngsten Umfrage zudem an, Ungelernte nicht mehr einsetzen zu können. dpa

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